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Andreas Philippi mit den Genossinnen und Genossen aus Holtensen und den westlichen Dörfern Göttingens Foto: Büro Philippi
Dr. Andreas Philippi mit den Genossinnen und Genossen aus Holtensen und den westlichen Dörfern Göttingens

22. Juli 2022: "Wir fühlen uns abgehängt!"

Im Rahmen meiner Sommerreise habe ich die Genoss:innen in den SPD-Ortsvereinen Holtensen und Westliche Dörfer aus den Göttinger Stadtteilen Elliehausen, Esebeck, Groß Ellershausen, Hetjershausen und Knutbühren getroffen. In einem Sporthaus bot sich die Gelegenheit zum persönlichen Austausch.

Der direkte Kontakt in die Ortsvereine ist mir sowohl als Bundestagsabgeordneter, als auch als SPD-Unterbezirksvorsitzender wichtig. Deshalb nutze ich die parlamentarische Sommerpause, um mit den Genoss:innen in meinem Wahlkreis in den Dialog zu treten und zu erfahren, welche Themen die politische Arbeit vor Ort bestimmen.

Die Stadtteile leiden unter einem stark reduzierten ÖPNV-Linienverkehr und fühlen sich durch die Anbindungsproblematik "abgehängt", da ca. 1,5 Stunden benötigt werden, um mit dem Linienverkehr den Stadtteil Weende zu erreichen. Eine fehlende Beleuchtung der Radwege verschlechtert die Situation zusätzlich, vor allem für Schulkinder.
Die unmittelbare Nähe des Weltkonzerns Sartorius erschwert in diesem Zusammenhang die den Erwerb von bezahlbarem Wohnraum. Neubaugebiete entstehen ohne Kindertagesstätten, obwohl die vorhandenen Plätze nicht ausreichend und zudem nicht fußläufig erreichbar sind.

Zum Teil kämpfen die Stadtteile darüber hinaus mit einem weiteren, infrastrukturellen Problem. Bereits vor 2 Jahren erhielten die Bürger:innen eine Zusage, doch noch immer ist kein Funkturm errichtet, der für eine bessere Internetanbindung sorgt. Gleichzeitig wünschen sich die Bewohner:innen vor Ort zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten für Senioren. Viele Göttingerinnen und Göttinger würden gerne mit einer Photovoltaikanlage eigenen Strom produzieren, beklagen aber den damit verbundenen hohen Bürokratieaufwand.

Mein Wahlkreis ist stark ländlich geprägt. Eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, eine stabile Internetverbindung und ausreichender, bezahlbarer Wohnraum mit einer lebenswerten Infrastruktur für Familien sind Ziele, für die ich schon seit Jahren als Kommunalpolitiker im Stadtrat von Herzberg am Harz und im Kreistag kämpfe und die es nach wie vor zu optimieren gilt.

Auch aktuelle Bundespolitische Themen kamen in der Runde nicht zu kurz. Der Wunsch nach der Verlängerung des 9 Euro-Tickets und neuen Verkehrskonzepten für Großstädte ist auch in meinem Wahlkreis ein Thema. Autofahren ist bei den steigenden Energiepreisen teuer geworden, der Nahverkehr inklusive der Deutschen Bahn müsse attraktiver gestaltet werden. Für mich wurde deutlich, dass gerade Renter:innen und Student:innen sich weitere Entlastungen wünschen. Die Abschaffung des § 219 im Strafgesetzbuch findet positiven Anklang.

Dennoch gibts viel zu tun, um gleichwertige Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land zu schaffen. Packen wir es an!

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