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SPD_Lauterberg Foto: SPD Lauterberg
Uwe Speit (Mitte) bedankt sich bei Dr. Andreas Philippi (links) und Marcel Riethig für ihre persönliche Vorstellung von den Mitgliedern der SPD Bad Lauterberg.

18. Oktober 2020: Philippi und Riethig stellen sich Parteimitgliedern persönlich vor

Bei der Mitgliederversammlung der SPD wurden die Bad Lauterberger Genossinnen und Genossen gleich von zwei Kandidierenden begrüßt: Dr. Andreas Philippi bewirbt sich um die Kandidatur für den Bundestag im Wahlkreis 53 und Marcel Riethig (SPD) möchte Landrat im Kreis Göttingen werden.

Philippi tritt als Bewerber an, um Thomas Oppermann als Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis 53 zu beerben. Für Philippi steht dabei fest, dass die aktuelle Regierung viele gute Gesetze beschlossen habe, aber alle federführend von der SPD stammen würden, wie er erklärte. „Dabei ist es jedoch nicht gelungen, die Erfolge auch für sich zu verbuchen. Die SPD hätte sich hier deutlich besser profilieren können und müssen“, so Philippi. Als Thomas Oppermann ihn gefragt habe, ob er für den Wahlkreis antreten würde, habe er nicht lange überlegen müssen. Schwerpunkt des Facharztes für Chirurgie in Herzberg wäre im Bundestag natürlich die Gesundheitspolitik, aber er machte auch deutlich, dass er auch ein altgedienter Kommunalpolitiker sei und als stellvertretender Landrat des Kreises Göttingen Südniedersachsen gesamtpolitisch im Blick habe.

Neben Philippi gibt es noch zwei weitere Bewerberinnen, die für die SPD den Bundestagswahlkreis 53 gewinnen möchten: „Amina Yousaf und Andrea Bindig haben wir ebenso eingeladen, doch schafften es beide leider nicht zu kommen“, so der Ortsvereinsvorsitzende Uwe Speit. Wer am Ende in den Bundestagswahlkampf startet, entscheidet sich auf einer Delegiertenkonferenz Ende November.

Ganz ohne SPD-Gegenkandidaten bewirbt sich Marcel Riethig um das Amt des Landrats und damit um die Nachfolge von Bernhard Reuter. Der Sozialdezernent des Landkreises Göttingen nannte als Ziele, die Pflegedienste des Kreises zu verbessern und weiterhin die Familienfreundlichkeit zu fördern. „Viel ist schon erreicht worden, als jede Stadt im Kreis ein Familienzentrum gegründet hat. Daran müssen wir anknüpfen“, betonte Riethig.

Aber auch die Zusammenarbeit aus Landkreis und Gemeinden müsse verbessert werden. Die ländlichen Gegenden der Region Südniedersachsen dürfen nicht abgehängt werden. „Wir brauchen daher ein neues Miteinander“, forderte Riethig in der Versammlung.

Nach den Grußworten berichtete Erika Engelke für die AG Frauen von der Dankeschön-Aktion. Bei der wurden kleine Dankespakete an die vielen fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen und Apotheke verteilt, die während schwierigen Lockdown-Situation die Gesundheits-Versorgung mit am Laufen hielten.

Der Kreistagsabgeordnete Ingo Fiedler griff in seinem Bericht über die Arbeit der Kreistagsfraktion das aktuelle Thema um die Feuerwehrtechnische Zentralen (FTZ) in Katzenstein und Porzwende auf (wir berichteten). Er betonte, dass der geplante Neubau der FTZ und die Schließung der beiden aktuellen Standorte ein Ergebnis eines Workshops der Feuerwehren und der Verwaltungen war. Ohne die Zustimmung der Kreisfeuerwehr wäre es nicht dazu gekommen, da im Gebietsänderungsvertrag zur Kreisfusion der Erhalt der beiden FTZ festgeschrieben wurde. Mit Blick auf Bad Lauterberg ging er noch auf die großen Investitionen in die KGS ein. Uwe Speit ergriff abschließend erneut das Wort, um die Mitglieder über den Sachstand der Fusionsverhandlungen zu informieren. Klar sei mittlerweile, dass es im Falle einer Fusion bei dem Namen Bad Lauterberg bliebe, Ortsräte mit jeweils fünf Mitgliedern eingeführt würden und keine bereits geplanten Bau- oder Investitionsmaßnahmen auf Eis gelegt würden, so Speit. Ebenso blieben alle Feuerwehren, Kindergärten, Bauhöfe und Verwaltungen nicht nur erhalten, sondern würden bedarfsgerecht ausgebaut werden. „Bis Ende 2022 würden wir zudem alle Beiträge und Gebühren angleichen. Für die Walkenrieder würde das in großen Teilen eine Entlastung bedeuten“, schloss Speit seine Zusammenfassung.

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