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Videokonferenz Foto: gaf

9. Februar 2021: Familienzentren übernehmen Willkommensbesuche bei jungen Familien

Mit Willkommensbesuchen sollen junge Familien persönlich über Beratungs- und Hilfsangebote in ihrer Gemeinde informiert werden. Diese Aufgabe übernehmen in Bad Grund und Osterode am Harz ab März 2021 die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betriebenen Familienzentren, die dafür mit dem Landkreis Göttingen und den beiden Kommunen kooperieren.

Die Willkommensbesuche sind ein Angebot für junge Familien. Sie werden kurz nach der Geburt des Kindes von pädagogisch ausgebildeten Fachkräften zu Hause besucht, wie die Zentrumsleiterin Claudia Körner in einem Video-Pressetermin erläuterte, an dem ich als Präsident des DRK Osterode teilgenommen habe. Das Willkommensteam informiert über lokale Angebote der Betreuung, Bewegung, Bildung, über frühkindliche Förderung, Elterntreffs oder auch Spiel- und Krabbelgruppen. Im persönlichen Gespräch können Fragen gestellt und konkrete Unterstützung besprochen werden.

Kreis-Sozialdezernent Marcel Riethig betonte die besondere Bedeutung früher Hilfen als Meilenstein erfolgreicher Jugendhilfe, „die schon greifen bevor es zu größeren Problemen kommt“. Dieses Konzept sei auch ökonomisch sinnvoll, weil mit präventiven frühen Hilfen spätere stationäre oder teilstationäre Eingriffe der Jugendämter vermieden würden, die mit erheblichen Kosten für die öffentliche Hand verbunden seien. Die Bürgermeister Jens Augat und Harald Dietzmann unterstützen die Arbeit in den Familienzentren. Für den Träger DRK habe ich erklärt, dass es uns extrem wichtig ist, vor Ort da zu sein und persönlich auf die jungen Familien zuzugehen. Bislang hat es nur Briefe und kleine Geschenke gegeben. Im Bereich Osterode-Bad Grund rechnet das Jugendamt der Kreisverwaltung mit jährlich rund 250 Wilkommensbesuchen.

Bereits in Bovenden, Hann. Münden, Staufenberg, Dransfeld und Radolfshausen werden jungen Familien Willkommensbesuche abgestattet. „Wir arbeiten daran, dieses Angebot flächendeckend zu organisieren“, versprach Riethig, der im Herbst für die SPD für das Amt des Landrates kandidiert. Eine kluge Sozial- und Jugendpolitik sorge dafür, dass die Menschen nicht in einen Kreislauf dauerhafter öffentlicher Transferleistungen geraten, war ich mit Riethig einig. (gaf)

FrüheHilfen Foto: gaf
Am Video-Pressetermin nahmen (im Uhzeigersinn) teil: Dr. Andreas Philippi, Bürgermeister Harald Dietzmann, Michael Trunk und Mareike Kumm (beide Jugendamt Landkreis Göttingen), Claudia Körner (Leiterin Familienzentren), Kreisrat Marcel Riethig und Bürgermeister Jens Augat.

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