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Kerstin Griese MdB Foto: Andreas Philippi

17. Juni 2021: Pfarrerskinder, Müllers Vieh

In meiner zweiten Online-Sprechstunde am 16. Juni hatte ich Kerstin Griese, Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales, bei mir zu Gast. Kerstin Griese MdB und mich verbindet die Investition in Menschen. Wie ich, ist sie ebenfalls Kind eines evangelischen Pastors. Daher war das Motto der Sprechstunde: Pfarrerskinder, Müllers Vieh. Die Kindheit in Pfarrersfamilien prägt bis heute die Haltung vom gemeinsamen Gespräch, unserer Sozialpolitik bis hin zu dem Einsatz im Ehrenamt.

Gemeinsam mit Thomas Oppermann setzte sich Kerstin Griese MdB dafür ein, die deutsch-Israelische Freundschaft zu vertiefen. Sie arbeitet dazu für einen gleichberechtigten Religionsunterricht aller Glaubensarten, um die Vielfalt der Gesellschaft widerzuspiegeln.

Zu diesem Thema kam ich über die Kirche früh in Kontakt. Mein Vater war als Pfarrer Islambeauftragter und zeigte damals schon was auch heute noch gilt: Im freien Gespräch aller Beteiligten lernt man nicht nur die Religion, sondern auch die Menschen kennen.

Kerstin und ich sind uns einig, dass Gesundheits- und Sozialpolitik zusammengehören. Man kann freier atmen, wenn man weiß, dass man einen sicheren Arbeitsvertrag mit ordentlichem Lohn hat und es ist einem leichter ums Herz, wenn man weiß, dass es den eigenen Kindern gut geht. Kerstin Griese MdB arbeitete an dem neuen Lieferkettengesetz federführend mit und setzt sich für gute Arbeit überall in der Welt ein. Deshalb freue ich mich sehr auf die gemeinsame Arbeit in Berlin.

Das Thema Ehrenamt ist uns beiden sehr wichtig. „Ich wünsche mir, dass jeder Mensch lernt sich von klein auf zu engagieren“, so Kerstin Griese MdB. Das Ehrenamt und die evangelische Erziehung liegen nah beieinander. Gerade hier gab mir die Erziehung im Pfarrhaus das Selbstvertrauen früh Verantwortung zu suchen und zu übernehmen. Mit meiner Erfahrung bei der Leitung des Kreisverbands des Roten Kreuzes, kann ich bestätigen, dass sich freiwilliger Einsatz immer lohnt.

Die Pflegearbeit wollen Kerstin und ich auf einen festen Sockel stellen. Hier reicht nicht nur klatschen! Darum möchte ich den ganzen Pflegebereich unter anderem mit einer Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro weiter voranbringen. Zur Pflege gehören auch die pflegenden Angehörigen, deren Dienst genauso eine starke Rente verdient. Damit auch jeder Hilfe bekommt, der Hilfe braucht, ist eine Digitalisierung und Vernetzung der Pflege absolut notwendig.

Wir sind uns einig, dass es noch einiges in Berlin zu tun gibt, gerade wenn man an die Bilanz unseres jetzigen Gesundheitsministers denkt. Also gebe ich Kerstin völlig recht, wenn sie sagt: Mit der Erststimme Philippi wählen, mit der Zweitstimme SPD wählen.

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